Physiotherapie und medizinisches Training
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Antigravitations-Laufband

Rehabilitation mit dem Antigravitationslaufband

Was ist das Antigravitations-Laufband?

Das neuentwickelte Antigravitations-Laufband (AGL) ermöglicht ein normales Gehen oder Laufen unter weitgehender und exakt dosierbarer Entlastung vom Körpergewicht. Der Einfluss der Schwerkraft wird dabei weitgehend aufgehoben.

Der Anwendung geht stets eine ärztliche Untersuchung und Beratung voraus. Danach wird der Patient während der Therapie von einem für das AG-Laufband ausgebildeten Physiotherapeuten betreut.

Wie läuft das Schwerelosigkeits-Training ab?

Der Patient zieht eine spezielle, bequem sitzende Überhose an und steigt in eine bis über die Hüften reichende Kammer aus Kunststoff, die sich auf dem Laufband befindet.

Der Physiotherapeut verschließt die Hose an der Taille mit der Kammer und startet die Bestimmung des Körpergewichtes. Danach wird durch Luftzugabe ein Überdruck in der Kammer erzeugt, der eine Entlastung bis maximal 80% des Körpergewichtes bewirkt. Diese Reduzierung kann stufenlos bis zu 80% des Körpergewichtes eingestellt werden. Die Gewichtsreduktion erfolgt durch den mittels Luftdruck in der Kammer erzeugten Auftrieb. Wie bei einem normalen Laufband sind Geschwindigkeit und Steigung - dem jeweiligen Leistungsvermögen angepasst - einstellbar.

Der Patient bewegt sich im Anti-Gravitations-Laufband lediglich in einer bis zur Taille reichenden Überdruckkammer.

Therapieziele und Vorteile des AG-Laufbands

Dieses spezielle Laufband ermöglicht ein natürliches Gehen oder Laufen unter einer einstellbaren Gewichtsentlastung von bis zu 80% des Körpergewichtes. Somit profitiert der Patient von allen gesundheitlichen Vorteilen des Laufens unter weitreichender Reduzierung der Belastung durch das eigene Gewicht.

Diese Effekte kommen allen Patienten nach operativen Eingriffen oder mit Erkrankungen an Hüfte-, Knie- und Fußgelenken zugute. Ferner erfährt und erlernt das Gehirn durch die normale Laufbewegung wieder ein natürliches Bewegungsmuster. Das kann auch Patienten mit neurologischen Erkrankungen deutliche Verbesserungen bringen.

Das Bewegungsmuster auf dem AG-Laufband entspricht somit dem alltäglichen Gehen und Laufen viel mehr als alle bisherigen Verfahren in der Krankengymnastik.

Positive Auswirkungen des Gehen und Laufens unter Entlastung

Obwohl der Gelenkknorpel keine eigene Durchblutung besitzt, wird er unter dosierter Bewegung aus der Gelenkflüssigkeit ernährt. Dieser Knorpel wird wie ein mit Flüssigkeit gefüllter Schwamm bei jeder Belastung ausgedrückt. In der Entlastung saugt das Gewebe wieder frische Nährflüssigkeit auf.

Jedes Gelenk benötigt deshalb für die Ernährung des Gelenkknorpels ein ausreichendes Maß an Bewegung. Sowohl ein Übermaß an körperlicher Aktivität als auch eine lange Ruhigstellung sind ungünstig für den Gelenkknorpel. Das kann zu Arthrose führen oder Arthrose beschleunigen. Die frühe Bewegung unter Entlastung gewährleistet jedoch das optimale Versorgen des Knorpels.

Die aktiv bewegte Muskulatur regt die Mikrozirkulation in allen Gewebsbereichen an. Damit verbessert das Laufen die Ernährungssituation der Zellen und den Zellstoffwechsel in allen Gelenken und in den Weichteilen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung für Heilung und Regeneration. Darüber hinaus werden allgemeine Stoffwechselabläufe wie Zucker- und Fettstoffwechsel günstig beeinflusst. Die Sauerstoffaufnahme steigt und auch die persönliche Stimmung verbessert sich.

Frühes Gehen nach jeder Gelenksoperation

Das Training auf dem AG-Laufband ermöglicht schon sehr früh nach einer Operation an Hüft-, Knie- und Fußgelenken, auch nach Gelenksersatz, ein normales Gehen oder Laufen unter erheblicher Entlastung der Gelenke. Dies fördert die Heilungsprozesse, da eine längere Ruhigstellung nach Gelenksoperationen oder anderen Gelenkserkrankungen vermieden wird. Gleichzeitig wird die für postoperative Patienten normale Schonhaltung durchbrochen und unnatürliche Ausgleichbewegungen werden vermieden. Auf diese Weise können zusätzliche sekundäre Beschwerden, wie z.B. Rückenschmerzen verhindert werden.

Das Gehirn lernt "laufend!"

Die Therapie mit dem AG-Laufband ermöglicht vielen Patienten wieder ein normales Gehen ohne Hilfsmittel wie Unterarmgehstützen oder Rollator. Gehbehinderten Menschen wird durch dieses Training die Wahrnehmung und Erfahrung des natürlichen Gehens oder Laufens wieder zugänglich gemacht. Dieser Vorgang initiiert Neuverschaltungen im Gehirn und führt zu Lernprozessen, die zum Teil rasche Fortschritte bei der Rehabilitation ermöglichen.

Die Anbahnung von physiologischen Gangmustern im Gehirn bewirkt eine Reorganisation der natürlichen Bewegungsabläufe. Der Patient gewinnt zunehmend wieder Vertrauen in seine motorischen Fähigkeiten und profitiert von einer steigenden Motivation.

Für welche Erkrankungen ist der Einsatz des AG-Laufbandes sinnvoll?

Orthopädische Indikationen:

  • Zustand nach Gelenksersatz: Hüftprothese, Knieprothese, Sprunggelenksprothese
  • Zustand nach Knorpeltransplantation - ab einer Belastungsphase von 20% des Körpergewichtes
  • Hüftarthrose
  • Kniearthrose
  • Sprunggelenksarthrose
  • Zustand nach Gelenksverletzung oder nach Gelenksoperationen von Hüfte, Knie oder Fuß (Kreuzbandriss oder Außenbandabriss)
  • Rheumatische Erkrankungen von Hüfte, Knie und Fuß
  • Achillodynie
  • Zustand nach Achillessehnen Operationen
Neurologische Indikationen:
  • Zustand nach Schlaganfall
  • Zustand nach Schädel-Hirn-Verletzungen
  • Multiple Sklerose mit Gangstörungen
  • Morbus Parkinson
Weitere Indikationen:
  • Sturzprophylaxe
  • Adipositas-Therapie
  • Konditionsaufbau
  • Osteoporose
  • Regenerationsförderung bei Leistungssportlern
Kontraindikationen – Wer darf nicht auf das AG-Laufband?
  • Instabile Knochenbrüche
  • Tiefe Venenthrombose
  • Aortenaneurysma
  • Schwere Herz-Kreislauf-Erkrankung
  • Schwangerschaft

Vor jeder Anwendung erfolgt, eine ärztliche Untersuchung und Beratung. Ferner wird die Therapie mit dem AG-Laufband von einem erfahrenen Physiotherapeuten begleitet und überwacht.

Dr. med. Bernhard Dickreiter
Facharzt für Physikalische und rehabilitative Medizin
Facharzt für Innere Medizin, Naturheilkunde

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